Reisender auf der Erde, hat an Festivals und Tourneen in 25 Ländern Amerikas und Europas teilgenommen. 1971 stieg er in die Bewegung des neuen Theaters und der kollektiven Kreation ein und spezialisierte sich 1981 auf Pantomime.
Autor von verschiedensten Pantomimestücken, unter ihnen: Kolumbien – Tanz im Brennenden Staat, Faust oder der Fall der Mauer, Das Lächeln des Mondes, Im Spiegel fischen, Die Ballade der Dosen.
Er organisiert seit 1998 zusammen mit der Corporación Artística la Polilla jährlich das internationale Festival von Clowns und Pantomimen MIMAME in der Stadt Medellin, Kolumbien.
Über Elkin Mimo
Märkische Allgemeine Zeitung, 31.10.04
Wenn der kolumbianische Pantomime mit dem hüftlangen schwarzen Haar und dem glühenden Blick die Stille im Saal in intensive gestische Bilder voller Poesie, Tragik und Lebenslust verpackt, relativiert sich ohnehin so manches, was ein Kalender bislang für wichtig hielt. Wer nur einen Fingerhut voll Empathie besitzt, ist verloren an die Welt des Elkin Mimo, der seine facettenreichen, klugen Geschichten über das Leben wortlos und doch mit solcher Beredtheit erzählt, dass sie an jeder Straßenecke der Welt verstanden werden. Seine Sprache entbehrt jede Floskel, bringt präzis wie ein gut gesetzter Trommelschlag selbst komplexe Zusammenhänge und menschliche Kompliziertheiten in einem einzigen Bild auf den Punkt. Die Figuren, die er – liebevoll und fein beobachtet – als filigrane Charaktere auf der Bühne zum Leben erweckt, sind Menschen des Alltags. Verzweifelt oder verzückt, liebend oder suchend, gerahmt in Humor, der niemals verspottet. Nicht eine Sekunde lässt der Mime seine Zuschauer allein oder gar aus Tuchfühlungsnähe entkommen. Er bannt, narrt und verblüfft sie, lässt sie beglückt strahlen, laut auflachen oder sich im nächsten Moment verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel wischen
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Übersetzung: Barbara Stuetzel

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